Konzert mit Moshe Beker - משה בקר an Jom Jeruschalajim 2019

Text und Fotos: Roswitha Strüber

Mit der Wiedervereinigung West- und Ostjerusalems während des Sechstagekrieges 1967 wurde der freie Zugang zur Klagemauer und zum Tempelberg für jüdische Menschen wieder ungehindert möglich. Seit der Vertreibung der Juden aus Jerusalem und der Zerstörung des Tempels durch die Römer im Jahre 70 unserer Zeitrechnung lag die Hoheit über diese wichtigsten religiösen Stätten des Judentums in fremden Händen. Aus Freude über die wiedergewonnene Eigenverantwortlichkeit für die heiligen Orte legte die Knesset am 12. Mai 1968 fest, den 28. Ijjar zum Feiertag zu erheben. Allerdings beschloss die Regierung erst 30 Jahre später, im Jahre 1998, den Jerusalemtag als nationalen Feiertag einzuführen. Seitdem begeht die jüdische Bevölkerung Israels, vor allem aber Jerusalems, diesen Tag mit bunten Festen und Feuerwerksveranstaltungen.

 

Aus diesem Anlass hatte der Vorstand der Israelitischen Gemeinde Freiburg  am Sonntag, den 12. Mai zu einem musikalischen Kabarett mit dem israelischen Sänger und Entertainer Moshe Becker eingeladen. Becker ist einer der bekanntesten darstellenden Künstler in Israel und bekannt durch seine langjährige Erfahrung als Schauspieler am Theater und in Musicals.

Mit seinem Charme und durch seine Bühnenpräsenz fiel es dem Künstler nicht schwer, das zahlreich erschienene Publikum schnell zu begeistern und zum Mittanzen und Mitsingen zu animieren. Die breitgefächerte Palette der Lieder in deutscher, hebräischer, russischer und englischer Sprache interpretierte Becker in seiner unverwechselbaren und humorvollen Weise und erreichte damit seine Zuhörerinnen und Zuhörer unmittelbar. Einen gelungenen Schlussakkord seines Konzerts setzte der Gast aus Israel mit seinen Liedvorträgen von „Jerusalem aus Gold - Yerushalayim shel Zahav“ und der israelischen Nationalhymne „haTikwa“.

In einer kurzen Einführung hatten zuvor die Vorstandsvorsitzende Irina Katz und Katja Tsafrir, Delegierte des Jüdischen Nationalfonds (JNF-KKL) für Bayern und Baden-Württemberg, gemeinsam über Vorgeschichte und Idee des Jerusalemtags informiert und gleichzeitig über die Arbeit des JNF berichtet. Als größte Umweltorganisation Israels engagiert sich der JNF seit vielen Jahren erfolgreich für die Aufforstung Israels und der Begrünung der Negev-Wüste. In diesem Zusammenhang bedankte sich Katja Tsafrir ausdrücklich bei Eli Kligler, Mitglied der Freiburger Israelitischen Gemeinde, der jahrelang an verantwortlicher Stelle für die Organisation tätig war. Ein Stand, aufgebaut vor dem Gemeindesaal, bot ausführliches Informations- und Dokumentationsmaterial über die verschiedenen Aufgabenbereiche des JNF in Israel.

 

Mit einem Stehempfang und kleinem Buffet endete der Veranstaltungsnachmittag.

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